Was tun wir?


Die Fachgruppe bietet ihren Mitgliedern fachlichen Austausch bei regelmässigen Sitzungen, gegenseitige Unterstützung bei strategischen und operativen Fragen und die Nutzung von Synergien bei der Entwicklung und Durchführung gemeinsamer Projekte der Prävention und Gesundheitsförderung im Kontext Kind/Jugend und Schule. Sie sorgt für Vernetzung mit andern Institutionen ähnlicher Zielrichtung und für Qualitätssicherung durch gemeinsame Weiterbildung (jährliche Fachtagungen), Entwicklung von Standards sowie Evaluation. Sie unterstützt ihre Mitglieder bei der Gesundheitsberichterstattung und Öffentlichkeitsarbeit und nimmt Stellung zu gesundheitspolitischen Themen (u. a. auch Vernehmlassungen) ihres Zuständigkeitsbereiches.
Sie vertritt die beruflichen Interessen ihrer Mitglieder.
 
Stellungnahme zur schulärztlichen Versorgung in der Schweiz (Schweizerische Ärztezeitung 2001;82: Nr 14)
 
Jahresbericht 2009
Die Fachgruppe setzt sich zusammen aus Vertreter/-innen (i.d.R. Leiter/-innen) der haupt-amtlichen Schulärztlichen Dienste der grossen Schweizerstädte (Basel, Bern, Genf, St. Gal-len, Winterthur) und einiger Kantonaler Dienste. Infolge des Aufbaus neuer kantonaler Schularztstellen oder deren grösserer Gewichtung ist die Fachgruppe auch im letzten Jahr wieder gewachsen und umfasst nun rund 12 städtische und kantonale Vertretungen mit einer Verantwortlichkeit für die Schulärztliche Versorgung von über 200'000 Schülerinnen und Schülern. Hauptziel ist der fachliche Austausch, die gegenseitige Unterstützung in strategi-schen und operativen Fragen, die Stellungnahme zu Schulärztlichen Fragen in Fachgremien und Öffentlichkeit, die Organisation einer jährlichen Fachtagung und die Publikation gemeinsamer Daten.
 
Schulen sind generell ein Übertragungsort für ansteckende Erkrankungen. Dies ist auch bei der abgelaufenen H1N1 Pandemie wieder deutlich geworden, wo es in erster Linie unter Kindern und Jugendlichen und damit in Schulen und Lagern zu Erkrankungshäufungen ge-kommen ist. Die Schulärztlichen Dienste haben in der Kommunikation der geeigneten Mass-nahmen und in der Beratung der - angesichts kontroverser und teils widersprüchlicher Mel-dungen verschiedener Stellen - verunsicherten Schulen und Eltern eine Schlüsselrolle inngehabt und waren stark gefordert. Hunderte von Anfragen zu Schulschliessung, Abhalten von Veranstaltungen, H1N1- Testung, Gefährdung von Risikopersonen, Impfungen ect. mussten beantwortet werden. Auch in den Medien waren die Schulärzt/-Innen sehr präsent. Im 2.Jahr der HPV-Impfkampagne erzielten die verschiedenen schulärztlichen Dienste Durchimpfungsraten zwischen 50 und 80 % und liegen damit - wie auch bei andern Impfun-gen wie etwa Hepatitis B durchwegs höher als in Gebieten ohne schulärztliche Impfungen. Ein Problem in der Zusammenarbeit mit einigen Schulen waren unzulässige Interventionen von Impfgegner/-innen im Lehrkörper zuungunsten der Impfung.

Erfolgreich weitergeführt und von den Städten Basel, Bern und Zürich ausgeweitet auf die Kantone Graubünden, Wallis, Jura und Genf wird das BMI - Monitoring bei Schulkindern, welches einen umfassenden Überblick über die Entwicklung der Prävalenzen des Überge-wichts bei Schulkindern in der Schweiz ermöglichen soll. Es wird in Zusammenarbeit mit der Gesundheitsförderung Schweiz geführt und ist inzwischen eine wichtige Referenz in der Schweiz im Zusammenhang mit der Übergewichtsepidemie.

Die jährliche Fachtagung war 2009 integriert in die Jahreskonferenz von Public Health Schweiz. An zahlreichen Praxisbeispielen wurde aufgezeigt, wie die Schulärztlichen Dienste zur Gesundheitskompetenz der Schulen bezw. der Kinder und Jugendlichen beitragen.


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